Grilled Cheese

ExploreLog inSign up

Barbara Schuster

@barbaraschuster.bsky.social

199 Following817 Followers

Stellvertretende Chefökonomin @momentum-institut.at / PhD @nssrnews.bsky.social / wealth, labor, feminism, climate, inequality

PostsRepliesMedia
@sophieachleitner.bsky.socialOct 6, 2026, 12:00 PMReposted by @barbaraschuster.bsky.social

Österreich hat die EU-Umsetzungsfrist zur #Lohntransparenz verstreichen lassen. Das kostet Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr. Unsere Analyse zeigt: Schon eine teilweise Verringerung der #Lohnlücke um 10 Prozent würde durchschnittlich rund 700 Euro brutto mehr pro Arbeitnehmerin bedeuten.

Fehlende Lohntransparenz kostet Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro jährlich. Geschätztes entgangenes Einkommen unselbständig erwerbstätiger Frauen in Österreich pro Jahr. Bei 10 Prozent weniger Gender Pay Gap bedeutet das 0,43 Euro pro Arbeitsstunde mehr, also 1,3 Milliarden Euro jährlich. Bei 20 Prozent weniger Gender Pay Gap sind das 0,86 Euro mehr, sprich 2,7 Milliarden Euro jährlich.
@momentum-institut.atOct 6, 2026, 12:09 PMReposted by @barbaraschuster.bsky.social

Wir haben den Zusammenhang zwischen #Arbeitszeit und #Erbschaften in Österreich analysiert. Das Ergebnis: Wer erbt, arbeitet im Schnitt weniger Stunden als Menschen ohne Erbschaft. Während Arbeit aber hoch besteuert wird, bleibt das leistungslose Einkommen durch Erbschaften de facto steuerfrei.

Grafik des Momentum Instituts, die zeigt, dass Personen in Haushalten, die geerbt haben (abgesehen von Personen im 4. Zehntel) über die gesamte Vermögensverteilung hinweg kürzer arbeiten. Die geringste Arbeitszeit haben Erbende in den ärmsten 20 und in den reichsten 10 Prozent der Bevölkerung.
@juenglingleo.bsky.socialOct 2, 2026, 9:16 AMReposted by @barbaraschuster.bsky.social

Die Inflation liegt wieder bei 3,6 Prozent, vor allem wegen gestiegener Treibstoff- und Heizölpreise. Aber: 0,8 Prozentpunkte gehen allein auf die Mineralölkonzerne zurück, die ihre Preisaufschläge seit Februar deutlich erhöht haben. Ohne diese Aufschläge läge die Inflation bei nur 2,8 Prozent.

Inflation im September um 0,8 Prozentpunkte niedriger ohne erhöhte Preisaufschläge bei Mineralölprodukten. Eine Grafik des Momentum Institut. Dargestellt ist die Inflation mit und ohne den durch Aufschläge bei Sprit und Heizöl verursachten Preisanstieg. Die Inflation wäre zwischen -0,3 und -0,7 Prozentpunkte niedriger gelegen von März bis August.
@paulsteinmassl.bsky.socialOct 1, 2026, 11:40 AMReposted by @barbaraschuster.bsky.social

Traditionell lag Österreichs #Arbeitslosigkeit niedriger als in den meisten EU-Ländern. Doch in den letzten 25 Jahren zeichnet sich eine Trendwende ab. Die #Arbeitslosenquote in Österreich stieg an, während jene in der EU insgesamt zurückging. Österreich fällt von Platz 3 auf Platz 13 zurück.

Österreich hatte im Jahr 2000 die drittniedrigste Arbeitslosenquote von 27 Länder der EU. Im Jahr 2025 liegt Österreich nur mehr auf Platz 13. Die Arbeitslosenquoten in der EU sanken in den allermeisten Ländern, jene in Österreich stieg an.
@leonido.bsky.socialOct 1, 2026, 7:43 AMReposted by @barbaraschuster.bsky.social

Die @wifo.bsky.social-Reaktionen zur Idee, Kindermehrbetrag durch Senkung der Einkommensgrenze für den Höchststeuersatz zu finanzieren, machen mich ratlos. So fordert Schratzenstaller "Gegenfinanzierung" und Felbermayr findet, die Steuerbelastung sei "hoch genug". www.derstandard.at/story/300000...

Screenshot Zitat "Der Standard"
@barbaraschuster.bsky.socialSep 29, 2026, 5:07 PM

Der Unterschied liegt in der Art der Arbeit: Arbeiter:innen verrichten überwiegend körperliche oder manuelle Tätigkeiten, während Angestellte vorwiegend geistige, kaufmännische oder administrative Aufgaben erledigen.

@oliverpicek.bsky.socialSep 28, 2026, 2:17 PMReposted by @barbaraschuster.bsky.social

Die äußerst spannende Wirtschaftsprofessorin Isabella Weber kommt nach Wien und hält eine Wiener Vorlesung am 9. Oktober. Empfehlung! https://www.linkedin.com/posts/andreas-novy-11065951_activity-7508468632885133313-Usm0

Veranstaltungsankündigung mit einem Porträt von Isabella Weber rechts und violettem Hintergrund links. Text: „Isabella Weber – Antifaschistische Wirtschaftspolitik“. Wiener Vorlesung am Freitag, 9. Oktober 2026, um 19 Uhr im Wiener Rathaus, Festsaal. Unten stehen die Logos der Stadt Wien und der International Karl Polanyi Society.
@momentum-institut.atSep 24, 2026, 4:00 PMReposted by @barbaraschuster.bsky.social

„New Money“ Haushalte stammen aus bescheidenen Verhältnissen. Im Gegensatz dazu steht „Old Money“, die oft wohlhabende Eltern haben. „Old Money“ Haushalte sind bereits mit einem beachtlichen Anfangsvermögen ins Leben gestartet – der Großteil dieses Startvermögens stammt aus Erbschaften.

Figure 12.: Shapley-Owen Decomposition: New Money and Old Money.
@momentum-institut.atSep 24, 2026, 4:00 PMReposted by @barbaraschuster.bsky.social

Wie wird man so reich wie die #Superreichen? Arbeitseinkommen sparen? Das #PaperderWoche von @serdarozkan.bsky.social et al. liefert eine ernüchternde Antwort: #Reichtum ansparen können vor allem diejenigen, die bereits in Reichtum hineingeboren wurden. @barbaraschuster.bsky.social fasst zusammen.

Abstract des Papers “Why Are the Wealthiest So Wealthy? New Longitudinal Empirical Evidence and Implications for Theories of Wealth Inequality” von Joachim Hubmer, Elin Halvorsen, Sergio Salgado und Serdar Ozkan.
@juenglingleo.bsky.socialSep 23, 2026, 1:52 PMReposted by @barbaraschuster.bsky.social

Diesel war noch nie so teuer wie vergangene Woche. Fast 60 Prozent des Preisanstiegs macht der überhöhte Aufschlag der Mineralölkonzerne aus. Der Anteil von Steuern ist dagegen klein. Um die Preise stärker zu bremsen, braucht es eine Begrenzung der Gewinnmargen, sowie eine höhere Übergewinnsteuer.

Aufschlag und Ölpreis heizen Treibstoffpreise an. Der Benzinpreis in der Vorkriegswoche lag bei 1,51 Euro. Seit Kriegsbeginn stieg er im Durchschnitt auf 1,94 Euro. Davon entfallen 20 Cent auf Rohöl, fünf Cent auf Steuern und 18 Cent auf den höheren Aufschlag. Der Dieselpreis stieg von 1,55 Euro auf 2,24 Euro. Davon entfallen 20 Cent auf Rohöl, 10 Cent auf Steuern und Abgaben und 40 Cent auf den höheren Aufschlag.
@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AM

Die gesamte Analyse findet ihr auf unserer Website: www.momentum-institut.at/news/aktivpe...

@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AM

Genau dort liegt der eigentliche politische #Handlungsbedarf. Statt hunderte Millionen Euro in eine wenig treffsichere Steuererleichterung zu investieren, sollte in #Beschäftigungsprogramme für ältere #Arbeitslose, #Qualifizierung, und gesundheitsgerechte Arbeitsplätze investiert werden.

@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AM

Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen nicht deshalb nicht länger arbeiten, weil ihnen ein #Steuerzuckerl fehlt. Häufig scheitert längere Erwerbstätigkeit an #gesundheitlichen Belastungen und fehlenden #Beschäftigungschancen.

@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AM

Wer hingegen höhere Pensionen und bessere Arbeitsbedingungen hatte, arbeitet häufiger freiwillig weiter. Damit droht die Aktivpension vor allem #Mitnahmeeffekte zu erzeugen – also Menschen entlasten, die bereits jetzt in der Pension arbeiten und gut verdienen.

@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AM

Gerade diese Zahlen zeigen die soziale Schlagseite der Maßnahme. Wer aus finanzieller Not länger arbeitet, findet sich besonders häufig unter Arbeiter:innen – also in einer Gruppe, die oft niedrigere Pensionen und höhere körperliche Belastungen im Erwerbsleben hat.

@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AM

Die teure Maßnahme geht am eigentlichen Problem vorbei, denn dieses beginnt bereits im Erwerbsleben. Menschen arbeiten aus sehr unterschiedlichen Gründen im Alter weiter: Arbeiter:innen nennen finanzielle Gründe (50,9%), Angestellte & Selbstständige die Freude an der Arbeit (53,6% bzw. 58,5%).

Grafik des Momentum Instituts, die zeigt, dass sich die Gründe für die Erwerbstätigkeit in der Pension je nach Stellung im Beruf sehr stark unterscheiden. Während 50,9 Prozent der Arbeiter:innen vor allem finanzielle Gründe für die Arbeit in der Pension nennen, sind es bei Angestellten nur 27,4 Prozent. Die Mehrheit der Angestellten (53,6 Prozent) arbeitet aus Freude an der Arbeit im Alter weiter, jedoch nur 35,7 Prozent der Arbeiter:innen.
@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AM

Auch die Analyse der monatlichen Bezüge bei einem Zuverdienst von 1.000 Euro zeigt, dass die bestbezahlten Pensionierten am stärksten profitieren. Bei einer Bruttopension von 1.000 Euro steigt das monatliche Nettoeinkommen durch den Steuerfreibetrag um 178 Euro, bei 3.500 Euro sind es 389 Euro mehr.

Grafik des Momentum Instituts, die zeigt, dass Menschen mit einer höheren Pension eine größere monatliche Ersparnis durch die „Aktivpension“ haben. Bei 1.000 Euro Zuverdienst und 1.000 Euro Pension beträgt der Nettozugewinn 178 Euro, bei 3.500 Euro Pension sind es hingegen 389 Euro mehr im Monat.
@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AM

Die Logik dahinter ist einfach: Die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage ergibt sich aus der Summe von Pension plus Zuverdienst minus Sozialversicherungsbeiträge. Wer bereits eine höhere Pension hat, zahlt auf den Zuverdienst mehr Lohnsteuer – und profitiert auch stärker von einer Steuerreduktion.

@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AM

Die Maßnahme bevorzugt vor allem hohe Pensionen. Wer eine Pension von 1.500 Euro brutto bezieht und einen monatlichen Zuverdienst von 1.000 Euro hat, spart sich im Jahr durch die Steuerreduktion 3.932 Euro. Mit einer Pension von 3.500 Euro liegt die Reduktion jedoch bei jährlich 5.444 Euro.

@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AM

Die neue Aktivpension beruht auf einem #Steuerfreibetrag von 15.000 Euro im Jahr. Bis zu einem Steuerbeitrag von 1.250 Euro monatlich ist der Zuverdienst in der Pension somit steuerfrei. Außerdem entfallen die Dienstnehmer-Beiträge zur Pensionsversicherung.

Older posts
Terms of UsePrivacy PolicyCommunity StandardsHelpGet the app

Grilled Cheese is a product of Village Compute

Version devBuilt at: 2026-10-11 02:37:10 EDT