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Die Studie zeigt, dass eine frĂŒhere RĂŒckkehr in die ErwerbstĂ€tigkeit langfristige Einkommensnachteile fĂŒr Frauen verringern kann. DafĂŒr braucht es aber auch einen flĂ€chendeckenden Ausbau ganztĂ€giger #Kinderbetreuung. Das ganze Paper der Woche findet ihr unter: www.sciencedirect.com/science/arti...
Ein Kind zu bekommen, bedeutet fĂŒr Frauen â anders als fĂŒr MĂ€nner â nicht nur eine kurzfristige Erwerbsunterbrechung, sondern langfristige Einkommensnachteile. Familienpolitik muss verhindern, dass bessere Einkommenschancen fĂŒr Frauen ohne Kinder zu höheren EinbuĂen fĂŒr Frauen mit Kindern fĂŒhren.
Die Reform von 2007 mit kĂŒrzerer Bezugsdauer, aber durchschnittlich höheren Transferzahlungen bewirkte hingegen, dass MĂŒtter frĂŒher in den #Arbeitsmarkt zurĂŒckkehrten und die Child Penalties sanken. Anders als bei den frĂŒheren Reformen ist dieser Effekt auch zehn Jahre nach der Geburt nachweisbar.
Die Ausweitung der #Elternzeit erhöhte die Child Penalties fĂŒr MĂŒtter kurzfristig, jedoch ohne signifikante Effekte nach zehn Jahren. Dennoch: Ohne diese Reformen wĂ€re die kinderbezogene #Einkommensungleichheit zwischen Frauen und MĂ€nnern 2006 um 6,2 Prozentpunkte geringer gewesen.
Im letzten Schritt untersuchen die Autoren, wie #Familienpolitik die Einkommensentwicklung beeinflusst. DafĂŒr analysieren sie Reformen zwischen 1979 und 1992, die die Elternzeit auf bis zu 36 Monate verlĂ€ngerten, sowie die Reform von 2007, die die Bezugsdauer verkĂŒrzte, aber die Leistungen erhöhte.
Eine weitere ErklÀrung der kinderbedingten #Ungleichheit ergibt sich aus dem gestiegenen Einkommenspotenzial von Frauen ohne Kinder. Auch höhere durchschnittliche Child Penalties tragen dazu bei, wÀhrend die sinkende FertilitÀt die Ungleichheit dÀmpft.
Tragen Kinder heute stĂ€rker zur Gender-Ungleichheit bei? Eine Dekomposition zeigt: Die allgemeine Einkommensungleichheit zwischen Frauen und MĂ€nnern sank zwar, der kinderbedingte Anteil stieg jedoch. So wĂ€re die #EinkommenslĂŒcke ohne Kinder zwischen 1980 und 2013 von 61 auf 19 Prozent gesunken.
AuffĂ€llig ist, dass VĂ€ter keine Einkommensverluste erleiden. Gleichzeitig sind die Child Penalties fĂŒr MĂŒtter gestiegen. In Westdeutschland lagen ihre Einkommen zehn Jahre nach der Geburt in den 1960ern um 35 Prozent niedriger als ohne Kinder, in den 2000ern sogar um 62 Prozent niedriger.
FĂŒr die SchĂ€tzung der Child Penalties wird fĂŒr MĂŒtter ein hypothetisches Einkommen angenommen, das auf den Einkommen kinderloser Frauen basiert. Der Vergleich mit ihrem tatsĂ€chlichen Einkommen zeigt: Zehn Jahre nach der Geburt bekommen MĂŒtter rund 60 Prozent weniger bezahlt.
Im ersten Schritt schÀtzen die Autoren, wieviel Einkommen Frauen verlieren, sobald sie das erste Kind bekommen: die sogenannten Child Penalties.
Sowohl in Deutschland als auch in Ăsterreich ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen zwar stabil, viele arbeiten jedoch in #Teilzeit. ZusĂ€tzlich halten in Deutschland Unterschiede zwischen West und Ost an.
Die Situation ist in Deutschland Ă€hnlich wie in Ăsterreich: Trotz sinkender #Ungleichheit bleibt der #GenderPayGap â also die LohnlĂŒcke zwischen MĂ€nnern und Frauen â im EU-Vergleich hoch.
FĂŒr die Analyse nutzen die Forschenden monatliche deutsche Registerdaten von 1960 bis 2018. Sie untersuchen die #Einkommen von MĂŒttern drei Jahre vor und bis zu zehn Jahre nach der Geburt des ersten Kindes. Die Stichprobe umfasst Frauen ab Jahrgang 1934 mit Erstgeburt bis Ende 2008.
Kinder tragen heute deutlich stĂ€rker zur geschlechtsspezifischen #LohnlĂŒcke bei als in den 1960ern. Zu diesem Schluss kommen @uglogowsky.bsky.social, @dominiksachs.bsky.social, Holger LĂŒthen und Emanuel Hansen im #PaperderWoche zu langfristigen Einkommenseffekten von #Elternschaft in Deutschland.
Die erste re:publica Vienna war ein riesiger Erfolg. 170 Speaker:innen, darunter Collien Fernandes, 840 verkaufte Tickets, sowie 41 freiwillige Helfer:innen haben das Event zu etwas ganz Besonderem gemacht. Danke dafĂŒr! Die aufgezeichneten VortrĂ€ge kommen in den kommenden Tagen fĂŒr alle ins Web.
170 Speaker:innen, 570 Teilnehmende, 41 Volunteers und Moderator:innen, 74h40min Programm, 50+ VortrÀge...
Wir mĂŒssen sagen, die erste @re-publica.com Vienna war ein voller Erfolg! â„ïž #rpvienna #rp26
Wer durchs Fotoalbum blÀttern möchte, auf flickr sind alle online: www.flickr.com/photos/re-pu...
Die Idee von Vergesellschaftungen ist seit der Berlin-Wahl wieder groĂes Thema. Wann ergibt so eine Organisationsform Sinn - wann nicht?
@leonido.bsky.social den Deep Dive:
tube.moment.at/w/bYpFKexwQs...
Den ganzen Text gibt es hier: www.moment.at/story/einkom...
Vergangene Woche kam der Vorschlag, den #Spitzensteuersatz zu erhöhen. Im Gegenzug bekÀmen Àrmere Familien mit Kindern eine höhere Steuergutschrift. Doch die SolidaritÀt der Spitzenbezahlten und ihrer Lobby war mit armen Kindern enden wollend, schreibt @oliverpicek.bsky.social auf @moment.at.
Mehr Details gibt es auf unserer Website: www.momentum-institut.at/news/erbscha...