Einsam unter Menschen.

Einsam unter Menschen.
Und dann schreibst du wieder Tagebuch.
Und liest schwarz auf weiß, wie schlecht es dir tatsächlich geht.
Als hätte deine eigene Handschrift dich endlich erwischt.
Ich habe die Verbindung zu mir verloren.
Und der Anker greift ins Nichts.
Als hätte selbst der Halt
mich aufgegeben.
Ich wusste, was kommt.
Und konnte mich nicht wehren.
Als hätte die Ohnmacht
längst entschieden.
Meine Seele ist müde.
Mein Körper hält mich wach.
Und irgendwo dazwischen
vergeht die Nacht.
Auf meiner Zunge liegen so viele Worte, dass ich sie nicht bewegen kann.
Ganz schön schwer, so eine Leere.
Ich halte die Tränen zurück,
aus Angst, in ihren Fluten zu ertrinken.