Die Frage nach Bewältigungsmodi, die der Komplexität digitaler Manipulation gerecht werden, beschäftigt auch CeMAS. Im Research Paper „Geschlossen gegen Manipulation“ zeigt @leafruehwirth.bsky.social auf, wie eine integrierte Gesamtstrategie zum ganzheitlichen Schutz der Bevölkerung entstehen kann:
Digitale Manipulation kann die demokratische Willensbildung gefährden. Eine Studie im Auftrag der Medienanstalt NRW hat daher das staatliche Reaktionsgefüge zu deren Bewältigung untersucht. Dazu flossen auch Expert:innen-Meinungen ein, wie von Senior Researcherin @leafruehwirth.bsky.social.
In den vergangenen Tagen kursierte online die Falschmeldung, russische Social Bots seien nach Angriffen auf Yandex-Rechenzentren zum Erliegen gekommen. Das stimmt nicht. Es wäre aber auch falsch anzunehmen, dass der Angriff keine Auswirkungen hat. Zu den Hintergründen lest ihr im neuen Blogartikel:
Die #Disinfo2026 in Vilnius war trotz dieser Eingriffsversuche wieder ein wertvoller Ort des Austauschs für die Research-Community rund um Desinformation. Für wirksame gesellschaftliche Schutz- und Gegenmaßnahmen braucht es die Forschung – und diese lebt vom int. Austausch und offenen Diskussionen.
In einer spannenden Podiumsdiskussion zu vorgetäuschter Authentizität diskutierte @leafruehwirth.bsky.social mit @nellyp.checkfirst.network und Jeanne Maurin-Bonini darüber, wie vermeintliche „Echtheit“ online von versch. Akteuren künstlich erzeugt wird, um irreführende Inhalte zu verbreiten.
Letzte Woche fand in Vilnius die #Disinfo2026 des @disinfo.eu statt. Die Fachkonferenz gehört zu den wichtigsten im Forschungsfeld Desinformation. Unsere Researcherinnen @jsmirnova.bsky.social und @leafruehwirth.bsky.social waren wieder vor Ort, um sich über die aktuelle Forschung auszutauschen.
Seit Sonntag kursiert online eine Grafik, mittels derer behauptet wird, ukrainische Drohnenangriffe auf Rechenzentren des russischen Konzerns Yandex hätten zu einem Rückgang russischer Bot-Aktivitäten bei Desinformationskampagnen rund um die AfD geführt. Dieser Zusammenhang ist bislang unbelegt.
Alles in allem ist die Behauptung unbelegt. Genauer erklären das Max Gilbert und @holnburger.bsky.social:
For all this talk of Russian bots being defeated by the Yandex strikes I'm still getting the usual Matryoshka emails with the same fake news posts and purchased bot engagement. Seems more like wishful thinking based on misinterpreted data than reality.
Nachtrag: BR Faktenfuchs zum Thema, mit @holnburger.bsky.social
Heute ist ein toller Tag um über Confirmation Bias nachzudenken.
www.br.de/nachrichten/...
Das heißt nicht, dass ein Zusammenhang ausgeschlossen ist. Auch für eine pauschale Aussage in dieser Richtung ist es zu früh. Einige Argumente für diesen sind aber schnell zu widerlegen. Nur weil etwas plausibel erscheint, muss es nicht so sein. Gesicherte Erkenntnisse brauchen Zeit.
5. Kausalität, Korrelation, we know this. Wir sehen z.B. Kampagnen regelmäßig bei der Work Life Balance zu: Pausen am Wochenende sind nicht ungewöhnlich. 6. Anekdotische Beobachtungen zu einem Rückgang von Social Bots sind interessant, für klare Aussagen braucht es aber eine solide Untersuchung.
3. Definitionen sind wichtig: Social Bots agieren auf Social Media, Bots sind z.B. Webcrawler. Solche hat etwa eine Suchmaschine wie Yandex. Social Bots und Bots sind nicht das Gleiche. 4. Nicht jeder pro-russische Account ist koordiniert, nicht alle koordinierten Accs müssen automatisiert sein.
Für die aktuelle Debatte zum Thema Yandex-Datacenters und Bot Traffic scheinen mir mehrere Punkte wichtig zu sein: 1. Gesicherte Informationen brauchen Zeit. Manchmal ist das schwer auszuhalten. 2. Was dem eigenen Weltbild entspricht, prüft man weniger kritisch. Klingt ja plausibel.
Trotz US-amerikanischen Drucks auf die #Disinfo2026 -Konferenz des @disinfo.eu waren es wieder zwei spannende Tage mit viel Austausch, Input und neuen Ideen. Die Konferenz ist aus meiner Sicht die beste im Bereich Desinformation. Vielen Dank für die inspirierenden Vorträge und spannenden Gespräche!
Mit diesem Einflussversuch demonstrierte die USA, dass sich bei einer Debatte über Einflussnahme ausländischer Staaten auf Europa durchaus die Interventionen der US-Administrationen auseinandergesetzt werden muss – und eine Standhaftigkeit der EU hierfür elementar ist.
Die US-Regierung ließ über diplomatische Kanäle Druck auf die Sponsoren der Konferenz ausüben, damit diese ihre Unterstützung zurückziehen. Kanada, Litauen und der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) distanzierten sich vom Event. Das französische Außenministerium hielt an seiner Unterstützung fest.
Die diesjährige #disinfo2026 des @disinfo.eu – einer der wichtigsten internationalen Fachkonferenzen zur Forschung über Desinformation – wurde überschattet von Einflussversuchen der USA gegen Konferenzinhalte, Unterstützung und Speaker:innen.
"We support free speech!"
"Wait; not panels that criticize us."
"And definitely, we will absolutely pressure countries who attend any conference that criticizes us."
"Plus, we also totally can't let anyone in who researches our hypocrisy."
"But yeah, we still support free speech!"
