Im Kontext der aktuellen Nobelpreise ein - wie ich finde sehr treffendes - Statement von Sebastian Seiffert @sci-ffert.bsky.social zur Bedeutung von Grundlagenforschung einerseits und der Verantwortung der Forschung für konkrete Lösungsansätze andererseits.
Forschende der #UniMainz haben Polymergele entwickelt, die den Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht zur Entsalzung von Meerwasser und damit zur Gewinnung von Trinkwasser nutzen – kompakt, kostengünstig und nachhaltig 👉 presse.uni-mainz.de/meerwasseren...
„Wo sind eure Beweise?“ Immer wieder ist das unter Beiträgen mit Klima-Bezug zu lesen. Hierzu heute mal eine Einordnung.
Es geht nicht um Hoffnung. Vielleicht ging es das nie. Das habe ich inzwischen angenommen. Und bin dadurch angekommen. Vom Aktivist zum Akzeptist. Hierzu einige Gedanken aus dem Mainzer Zukunftsmodul im Januar 2026. Der volle Vortrag "Über Transformation" findet sich in der Reihe Voices for Climate.
Wissenschaft ist Leidenschaft. Doch der absolute Fokus verschiebt sich, wenn sich der Blick für das Außen öffnet. Hierzu heute ein paar Gedanken; aus erfreulichem Anlass.
Es ist Zeit aufzuhören. Aufzuhören, sich was vorzumachen. Und zu hoffen. Auf einsame Helden. Und auf die Zukunft. Nicht aber damit, zu handeln. Denn am Ende ist vor allem eines zu bewahren: unsere Menschlichkeit. Nicht für irgendein Morgen. Sondern einfach weil es richtig ist. Heute. Jetzt und hier.
Es geht nicht um Hoffnung. Vielleicht ging's das nie. Es geht um Handlung. Und um Menschlichkeit.
Jüngst war ich (zu) viel auf YouTube und habe (zu) viele Kommentare gelesen. Dort ist ein obskures Senkenmodell populär. Es sagt, die Hälfte der CO₂-Emissionen gehe in Senken (stimmt), also reiche 50% weniger für Netto-Null (nein). Dazu eine Einordnung in einfacher Sprache zum freien Gebrauch. (1/6)
Dieser Tage ging ein Video aus einer meiner Vorlesungen ziemlich rund. Es hat jetzt eine Viertelmillion Aufrufe. Dazu kam der übliche Schimpf. Auch, dass sowas aus Unis zu entfernen sei. Ich nehme das zum Anlass, nochmal diesen Text zu posten. Es geht um Klimabildung. Und um meine Wahrnehmung davon.
Nochmal im Klartext: Im Jahr 2050 hat der dritte Planet dieses Sonnensystems 500 ppm CO₂ in der Atmosphäre und +2,5 °C Erhitzung. Einfach linear extrapoliert. Das ist das brutale numerische Maß für -alles- Weitere. Es geht in dieser Zeit nun vor allem um eines: die Menschlichkeit nicht zu verlieren.
Jüngst wurde mir geraten, in meinen Vorlesungen doch Hoffnung & Perspektive zu vermitteln. Gerade künftige Absolventen würden ja mal gebraucht. Aber ich kann das nicht sagen. Nicht mehr. Meine ehrlichsten drei Minuten dazu gab's voriges Semester. Da nun lange Videos gehen, poste ich es hier nochmal.
Es kommt auf den Bruchteil an. Auf den Bruchteil, der den Unterschied macht. Auch ich möchte manchmal aufgeben. Doch dafür steht zu viel auf dem Spiel. Und Passivität ist nicht neutral. Wir geben nicht auf! Wir machen den Unterschied! Mein Impuls zum Klimastreik in Mainz hier nun als 3-Min Video.
Oft heißt es: 'warme Luft nimmt mehr Wasser auf; 7% pro Grad.' Das ist griffig; doch nicht voll korrekt. Vielmehr führen die zu warmen Meere zu eben so viel mehr Verdunstung. Das müssen nicht alle im Detail verstehen. Es reicht, wenn Lenkungskräfte es akzeptieren. Natur verhandelt nicht.
#Hochwasser
