Wir sind Richter in eigener Sache. Wir entscheiden, welche Rechte Tiere haben, und profitieren davon, dass wir ihnen diese verweigern.
Aber würden wir dieselben Regeln noch gerecht finden, wenn wir selbst auf der anderen Seite stünden?

Wir sind Richter in eigener Sache. Wir entscheiden, welche Rechte Tiere haben, und profitieren davon, dass wir ihnen diese verweigern.
Aber würden wir dieselben Regeln noch gerecht finden, wenn wir selbst auf der anderen Seite stünden?
Ein Tier kann seine Haltung nicht verhandeln und sich unserem Zugriff nicht entziehen. 🐄
Wir entscheiden über sein Dasein und ziehen zugleich Nutzen daraus. Verantwortung zeigt sich daran, welche Grenzen wir uns setzen, wenn das Tier sie nicht setzen kann.
Mitgefühl verschwindet nicht einfach. Wir lernen, es bei bestimmten Tieren ruhigzustellen.
Witze, Ausreden, Themenwechsel oder der Satz „Ich will das nicht so genau wissen“ zeigen, wie viel Aufwand nötig ist, um nicht hinzusehen.
Wir wünschen uns eine Erde ohne Leid und halten eine Welt für selbstverständlich, in der Körper auf Kosten anderer existieren, altern und sterben.
Doch ist das alles, was wir sehen können? Oder haben wir die Grenzen unserer Erfahrung zu den Grenzen des Möglichen erklärt?
Wir diskutieren über größere Ställe, mehr Auslauf und bessere Haltung. Dabei übersehen wir: Am Ende wird getötet.
Solange wir über den Körper und den Tod eines Tieres bestimmen, haben wir nicht die Gefangenschaft beendet. Wir haben sie nur verändert.
Grausamkeit bleibt nicht dort, wo sie beginnt. Wenn wir lernen, das Leiden eines Tieres auszublenden, verändern wir den Maßstab, nach dem wir andere behandeln. Härte wird eingeübt; und Trennung zur Gewohnheit.
Ein Tier kennt unsere Absichten nicht. Es erlebt Angst, Enge und ein Ende, das es nicht gewählt hat. 🐄
Wir urteilen nach scheinbarem Wollen. Doch Wirkung bleibt Wirkung.
🎧▶️ Und jetzt hör, was daraus wird:
www.youtube.com/watch?v=DSfO...