Geht man eigentlich in die Politik mit dem Gedanken
„so, denen zeig ich’s jetzt mal so richtig“?
Ganz genau so fühlt sich das derzeit für betroffene Menschen an, die nichts mehr haben. Nicht mal mehr Kraft.

Geht man eigentlich in die Politik mit dem Gedanken
„so, denen zeig ich’s jetzt mal so richtig“?
Ganz genau so fühlt sich das derzeit für betroffene Menschen an, die nichts mehr haben. Nicht mal mehr Kraft.
21 Jahre.
21(8) € mehr im Monat.
Zwei Zahlen.
Ein Leben am Existenzminimum.
Von #hartzIV zur #Grundsicherung
#Sanktionen, rechtlich zulässig.
Verzicht, einkalkuliert.
Druck für die, die kaum noch etwas haben.
Wer über deinen #Regelsatz entscheidet,
muss nie davon leben.
Ich erinnere mich noch, ich glaube, es war #SternTV zusammen mit Wolfgang Büscher (Arche Berlin), als Benny Beimer in Bomberjacke dort sitzend über Bürgergeldempfänger:innen herzog.
Heute spricht er über #altersarmut bei Schauspieler:innen. 😶
Oder anders.
Wir bauen Infrastruktur. Ob da nun ein Ameisenbau im Weg steht, interessiert uns nicht.
Die Frage ist:
Wenn KI ihre Infrastruktur selbstständig ausbauen kann und wird, wie lange wird es dauern, bis der Mensch im Weg steht?
Es geht um den Mindestbedarf.
Nicht um Gesundheit.
Nicht um Entwicklung.
Nicht um echte Teilhabe.
Satt werden reicht auf dem Papier.
Gesund groß werden,
leben? Nicht.
#armut #gesundheit #ernaehrung #grundsicherung #gedankensplitter
„Du willst ja gar nicht arbeiten.“
Erst treibt dich das System
an deine Grenzen.
Dann erklärt es deine Erschöpfung
zu deinem persönlichen Versagen.
Während
du Angst hast
du dich erklärst
du deine Existenz rechtfertigst
Vielleicht sollten künftige #Kanzler :innen ein Jahr ehrenamtliche Sozialarbeit leisten, damit sie lernen, dass ein Leben nicht als Reform auf einen Bierdeckel passt.
518,38 € am Tag,
563 € im Monat.
Zwei Zahlen
Zwei Leben.
Er nennt es #Grundsicherung.
#Sanktionen,
rechtlich zulässig,
moralisch geboten.
Soziale Gerechtigkeit ggü. Steuerzahlenden.
Du nennst es Alltag.
Wer über deinen #Regelsatz entscheidet,
muss nie davon leben.
25h #Mindestlohn.
Mehr geht nicht:
Krankheit.
Care-Arbeit.
Pflege.
Der Lohn reicht nicht.
Also stockst du auf.
Und das System fragt:
„Warum arbeitest du nicht mehr?“
Vllt. ist nicht
der Mensch das Problem.
Sondern ein Lohn,
von dem man nicht leben kann?
Wartezimmergespräche…
… und irgendwann fällt der Satz
„Wer in Rente nicht happy ist, hat etwas falsch gemacht.“
Natürlich.
Du hast falsch gearbeitet.
Falsch verdient.
Falsch vorgesorgt.
Falsch gelebt.
Den falschen kranken Körper. Grundgesichert. Armutsbetroffen.
Du bekommst 563 Euro
und sollst daraus
ein Leben für 813 Euro machen.
Und wenn es nicht reicht,
ist natürlich nicht
der Regelsatz das Problem.
Dann hast du eben
falsch gerechnet.
Von unten lernst du das Gesetz anders:
Menschen sind fragwürdig.
Rechte müssen absolut sein.
Sonst entscheidet irgendwann
eine Mehrheit
dass du
zu den Minderwertigen gehörst.
Und unten
bist du schneller
aussortiert
als du „Menschenwürde“ sagen kannst.
#Einheit ist kein Datum.
Sie entsteht dort,
wo du sicher leben kannst.
Wo du dazugehören kannst.
Wo Herkunft keine Grenze ist.
Denn was nützt dir Einheit,
wenn du trotzdem draußen stehst?
Wenn du dir Miete,
Essen und Teilhabe
nicht leisten kannst?
„Nur 3,80 Euro.“
Genau so beginnt #Armut:
Nicht mit dem großen Schlag.
Sondern damit,
dass dir jeden Monat
ein kleines Stück Freiheit
aus der Tasche gezogen wird.
Du bist klein.
Die Welt vor dir
ist riesig.
Und trotzdem
hältst du dich fest.
Nicht weil es leicht ist.
Sondern weil Loslassen
keine Option ist.
Du brauchst nur etwas,
das dich noch hält.
#gedankensplitter #kinder #gesellschaft #familie #armut
„Es ist wohl eine der teuersten Anschaffungen im Leben der meisten Eltern: ein Kind.“
So beginnt ein aktueller Artikel der Tagesschau über Familienleistungen. Ich bin an einem Wort hängen geblieben:
„Anschaffung“.
#gedankensplitter #maischberger
Ich kann mir gut vorstellen, wie Frau Prien vor Kindern und Alleinerziehenden steht, während sie ihnen erklärt, warum sie nun sparen sollen, während wohlhabende Menschen sich erfreuen:
Absolut nichts zu verändern.
Wer hier spart - zerstört Existenzen. Punkt.
Heute wieder
drei Atteste.
Drei weitere Zettel,
die festhalten,
was du nicht mehr kannst.
Was du nicht mehr darfst.
Was nicht mehr geht.
Und mit jedem Blatt
wird die Akte dicker.
Aber du
wirst darin immer kleiner.
Einfach etwas zum Anziehen kaufen.
Spontan.
Nicht,
weil die alte Hose auseinanderfällt.
Nicht,
weil du vorher drei Monate dafür sparst.
Für andere
ist das eine Kleinigkeit.
Für wieder andere
ist es ein Stück Freiheit.
Zwei Nächte irgendwo anders.
Ein anderes Bett.
Eine andere Stadt.
Frühstück, ohne jeden Cent mitzuzählen.
Nicht ärmer.
Nicht verschuldet.
Nicht abhängig von Regelsätzen.
Traum