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Nicolas Prinz

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Ökonom | Momentum Institut | @momentum-institut.at

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@momentum-institut.atOct 15, 2026, 1:16 PMReposted by @nicolasprinz.bsky.social

Zum #TagderArmut kommenden Samstag (17. Oktober) machen wir auf eine zunehmende Schieflage im Sozialsystem aufmerksam: Die #Mindestpension und #Mindestsicherung bleiben hinter der Teuerung bei den Grundbedürfnissen zurück. Unsere Analyse zeigt, wie sich diese Diskrepanz über die Jahre aufgebaut hat.

Die Preise für Grundbedürfnisse stiegen stärker als die Mindestpension und Mindestsicherung. Dieses Liniendiagramm des Momentum Instituts vergleicht die Entwicklung des Grundbedarfs-Index (in Orange) mit der Ausgleichszulage (in Braun) von August 2021 bis August 2026. Die orangene Linie zeigt durchgehenden Anstieg auf 35,0 Prozent, die braune Linie steigt stufenweise und erreicht 30,8 Prozent. Eine wachsende Lücke zwischen beiden Kurven verdeutlicht, dass staatliche Unterstützung nicht mit der Teuerung beim Wohnen, Energie und Lebensmitteln mithält.
@nicolasprinz.bsky.socialOct 13, 2026, 2:42 PM

Zu unserer Analyse geht es hier:
www.momentum-institut.at/news/herbstl...

@nicolasprinz.bsky.socialOct 13, 2026, 2:42 PM

In der Herbstlohnrunde ist ein Ausgleich für die Teuerung besonders wichtig. Kleine und mittlere Einkommen brauchen ein Reallohnplus, damit sich die Beschäftigten mit ihrem #Lohn wieder mehr leisten können.

@nicolasprinz.bsky.socialOct 13, 2026, 2:42 PM

Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen geben einen größeren Teil ihres Geldes für Lebensmittel, Energie und Wohnen aus. Deshalb trifft sie die Teuerung besonders stark. Für andere Ausgaben bleibt immer weniger übrig.

@nicolasprinz.bsky.socialOct 13, 2026, 2:42 PM

In den letzten sieben Jahren stiegen die kollektivvertraglichen Mindestlöhne um 33,7 Prozent. #Lebensmittel wurden um 34,1 Prozent teurer, #Mieten um 34,9 Prozent. Die #Energiepreise stiegen sogar um 78,6 Prozent. Gerade bei Grundbedürfnissen hinken die Löhne deutlich hinterher.

Liniendiagramm des Momentum Instituts mit dem Titel „Inflation bei Grundbedürfnissen stärker gestiegen als Löhne“. Gezeigt wird die Entwicklung von August 2019 bis August 2026, bezogen auf den Jahresdurchschnitt 2019. Bis August 2026 steigen die Energiepreise um 78,6 Prozent, die Mieten um 34,9 Prozent und die Lebensmittelpreise um 34,1 Prozent. Die allgemeine Preissteigerung beträgt 34,8 Prozent, die Löhne steigen um 33,7 Prozent und bleiben damit hinter der Inflation zurück. Besonders stark schwanken die Energiepreise, mit sprunghaften Anstiegen 2022 und Anfang 2025. Die übrigen Kurven steigen überwiegend gleichmäßiger.
@nicolasprinz.bsky.socialOct 13, 2026, 2:42 PM

In der #IT beträgt der Kaufkraftverlust 1,6 Prozent. Im #Handwerk und #Gewerbe sank die Kaufkraft um 0,3 Prozent. In der #Güterbeförderung gibt es ein kleines Reallohnplus von 0,3 Prozent.

@nicolasprinz.bsky.socialOct 13, 2026, 2:42 PM

Auch in anderen Branchen haben die Löhne mit der #Teuerung nicht Schritt gehalten. Über alle Branchen hinweg ging die Kaufkraft der Löhne zwischen September 2019 und September 2026 um 0,9 Prozent zurück. Im #Handel, der größten verhandelnden Branche der Herbstlohnrunde, sind es minus 1,3 Prozent.

@nicolasprinz.bsky.socialOct 13, 2026, 2:42 PM

Gestern hat die #Herbstlohnrunde mit den Eisenbahnern und Eisenbahnerinnen begonnen. Ihre #Löhne haben in den letzten 7 Jahren 1,8 Prozent an Kaufkraft verloren. Besonders kleine und mittlere #Einkommen brauchen jetzt ein Reallohnplus.

Säulendiagramm des Momentum Instituts: In den meisten Branchen der Herbstlohnrunde sind die Reallöhne, also die inflationsbereinigten Löhne, seit September 2019 leicht gesunken. Stand September 2026: Eisenbahn/ÖBB minus 1,8 Prozent, IT minus 1,6 Prozent, Handel minus 1,3 Prozent, Handwerk und Gewerbe minus 0,3 Prozent. Nur die Güterbeförderung verzeichnet ein Plus von 0,3 Prozent. Über alle Kollektivvertragsbranchen beträgt der Rückgang 0,9 Prozent; dieser Vergleichswert ist dunkelrosa hervorgehoben. Quelle: Statistik Austria, eigene Berechnung. Für Handel und Güterbeförderung wird jeweils der Durchschnitt von Angestellten und Arbeiter verwendet. Die Septemberinflation 2026 ist mit 3,6 Prozent laut WIFO-Schnellschätzung berücksichtigt.
@sophieachleitner.bsky.socialOct 6, 2026, 12:00 PMReposted by @nicolasprinz.bsky.social

Österreich hat die EU-Umsetzungsfrist zur #Lohntransparenz verstreichen lassen. Das kostet Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr. Unsere Analyse zeigt: Schon eine teilweise Verringerung der #Lohnlücke um 10 Prozent würde durchschnittlich rund 700 Euro brutto mehr pro Arbeitnehmerin bedeuten.

Fehlende Lohntransparenz kostet Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro jährlich. Geschätztes entgangenes Einkommen unselbständig erwerbstätiger Frauen in Österreich pro Jahr. Bei 10 Prozent weniger Gender Pay Gap bedeutet das 0,43 Euro pro Arbeitsstunde mehr, also 1,3 Milliarden Euro jährlich. Bei 20 Prozent weniger Gender Pay Gap sind das 0,86 Euro mehr, sprich 2,7 Milliarden Euro jährlich.
@momentum-institut.atOct 6, 2026, 12:09 PMReposted by @nicolasprinz.bsky.social

Wir haben den Zusammenhang zwischen #Arbeitszeit und #Erbschaften in Österreich analysiert. Das Ergebnis: Wer erbt, arbeitet im Schnitt weniger Stunden als Menschen ohne Erbschaft. Während Arbeit aber hoch besteuert wird, bleibt das leistungslose Einkommen durch Erbschaften de facto steuerfrei.

Grafik des Momentum Instituts, die zeigt, dass Personen in Haushalten, die geerbt haben (abgesehen von Personen im 4. Zehntel) über die gesamte Vermögensverteilung hinweg kürzer arbeiten. Die geringste Arbeitszeit haben Erbende in den ärmsten 20 und in den reichsten 10 Prozent der Bevölkerung.
@barbaraschuster.bsky.socialSep 23, 2026, 10:09 AMReposted by @nicolasprinz.bsky.social

Heute berät der #Nationalrat über die steuerlich begünstigte #Aktivpension, eines der größten Offensivpakete der Bundesregierung. Doch die Maßnahme ist nicht sozial treffsicher: Die vorgesehene #Steuerreduktion bringt vor allem Menschen mit höheren #Pensionen und höheren Zusatzeinkommen etwas.

Grafik des Momentum Instituts, die zeigt, dass Menschen mit höherer Pension größere jährliche Ersparnisse durch die neue „Aktivpension“ haben, egal bei welcher Zuverdiensthöhe. Bei 500 Euro Zuverdienst gewinnt jemand mit einer Bruttopension von 1.000 Euro im Jahr 226 Euro, jemand mit einer Bruttopension von 3.500 Euro aber 2.347 Euro.
@juenglingleo.bsky.socialSep 23, 2026, 1:52 PMReposted by @nicolasprinz.bsky.social

Diesel war noch nie so teuer wie vergangene Woche. Fast 60 Prozent des Preisanstiegs macht der überhöhte Aufschlag der Mineralölkonzerne aus. Der Anteil von Steuern ist dagegen klein. Um die Preise stärker zu bremsen, braucht es eine Begrenzung der Gewinnmargen, sowie eine höhere Übergewinnsteuer.

Aufschlag und Ölpreis heizen Treibstoffpreise an. Der Benzinpreis in der Vorkriegswoche lag bei 1,51 Euro. Seit Kriegsbeginn stieg er im Durchschnitt auf 1,94 Euro. Davon entfallen 20 Cent auf Rohöl, fünf Cent auf Steuern und 18 Cent auf den höheren Aufschlag. Der Dieselpreis stieg von 1,55 Euro auf 2,24 Euro. Davon entfallen 20 Cent auf Rohöl, 10 Cent auf Steuern und Abgaben und 40 Cent auf den höheren Aufschlag.
@momentum-institut.atSep 18, 2026, 10:05 AMReposted by @nicolasprinz.bsky.social

Die Regierung will einen #Strompreisdeckel für Haushalte und Betriebe im Fall einer #Energiekrise einführen. Wir begrüßen diesen #Energiekrisenmechanismus für die Haushalte – allerdings greift er zu spät. Im Schnitt müsste deren Strompreis um 18 Prozent steigen, damit er überhaupt ausgelöst wird.

Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, um wie viel die jährliche Stromrechnung steigen muss, bevor der Energiekrisenmechanismus greift. Verglichen werden der durchschnittliche Vertrag laut E-Control (13,99 Cent/kWh), der Verbund Österreich-Tarif (13,04 Cent/kWh) und das günstigste Produkt laut E-Control (9,66 Cent/kWh).
@nicolasprinz.bsky.socialJul 1, 2026, 9:31 AM

Mit dem neuen #Doppelbudget 2027/28 wird fast jeder zweite armutsgefährdete Haushalt ab kommendem Jahr Geld verlieren. Betroffen sind rund 288.000 der 618.000 armutsgefährdeten #Haushalte in Österreich. Sie verlieren im Schnitt 233 Euro pro Jahr. 1/

Das Kreisdiagramm zeigt den Anteil aller armutsgefährdeten Haushalte in Österreich, die durch die Einsparungen bei Soziales, Pensionen und Arbeit betroffen sind. Mit 47 Prozent (288.000 Haushalte) ist knapp die Hälfte der armutsgefährdeten Haushalte von den Einschnitten der Regierung betroffen.
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