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DeZIM-Institut

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Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) forscht zu Integration, Migration, gesellschaftlichen Konflikten & Rassismus. https://dezim-institut.de

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@dezim-institut.deOct 9, 2026, 7:08 AM

📣 Jetzt anmelden zu unserer nächsten NaDiRa Lecture Series "Wer gehört dazu? Zur Darstellung von Migration, Vielfalt und Zugehörigkeit in Schulbüchern":

📅 Dienstag, 20. Oktober 2026, 18:00-19:30 Uhr
📍 DeZIM-Institut
➡️ Anmeldung & Infos: www.rassismusmonitor.de/veranstaltun...

@bildungsserver.bsky.socialOct 5, 2026, 9:16 AMReposted by @dezim-institut.de

@dezim-institut.de -Konferenz zur "umkämpften Normalität der Migration" vom 7. bis 9. Oktober an der Uni Bielefeld idw-online.de/de/news878448
#Migration #Flucht #Gesellschaft

Die DeZIM Konferenz findet vom 07.-09.10.2026 am Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld statt. Das Bewerbungsverfahren ist mittlerweile abgeschlossen und wir bedanken uns für die zahlreichen Einreichungen. Nachfolgend finden Sie Hinweise zur Anreise und Übernachtung.


Die umkämpfte Normalität der Migration
Migration, Flucht und Zugehörigkeit stehen im Zentrum gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Doch jenseits aktueller Polarisierungen stellen sich grundlegende Fragen nach Treibern und Prozessen des gesellschaftlichen und politischen Wandels: Wie sind die Konflikte um Migration historisch und strukturell eingebettet? In welchen Kontexten sind Migration und Vielfalt wenig umstrittene Normalität? Wozu führen „Ungleichzeitigkeiten“, ein Nebeneinander unterschiedlicher Konfliktintensitäten und -logiken? An welchen Konfliktlinien werden rechtsstaatliche Prinzipien zugunsten antidemokratischer oder illiberaler Politik angegriffen?

Mit diesem Zugang untersucht die Konferenz aus interdisziplinärer Perspektive, wie globale Krisen, transnationale Verflechtungen, nationale Diskurse sowie lokale Erfahrungen langfristige Verschiebungen von Solidarität, Exklusion und Demokratie formen. Ziel ist es, Konflikte nicht nur als Symptome der Gegenwart zu lesen, sondern als zentrale Dynamiken gesellschaftlicher Transformation und Zukunftsfähigkeit zu analysieren.
@nadiazaboura.bsky.socialOct 8, 2026, 9:54 AMReposted by @dezim-institut.de

Heute Vortrag bei der @dezim-institut.de Conference 2026 an der Universität Bielefeld.

Das Thema: Die mediale Darstellung und öffentliche Ordnung von Gaza Solidarität zwischen journalistischer Professionalität und Propaganda“

@dezim-institut.deOct 7, 2026, 12:59 PM

📣 Jetzt anmelden zu unserer nächsten Lunch Discussion: „Rekrutieren allein reicht nicht: Was internationale Fachkräfte in Deutschland hält"

📅 Mittwoch, 21. Oktober 2026, 13:30 – 14:30 Uhr
📍 DeZIM-Institut, Mauerstraße 76, 10117 Berlin

Infos & Anmeldung: www.dezim-institut.de/veranstaltun...

@dezim-institut.deSep 24, 2026, 9:00 AM

📣Magdalena Nowicka (DeZIM) & Katarina Mozetic reflect on the emerging field of Longitudinal qualitative panels (LQP) for #migration research. By reflecting on the LQPs they conducted with Ukrainians who fled to GER in 2022, they formulate suggestions for future research. @migrationjrnl.bsky.social

@dezim-institut.deSep 23, 2026, 7:27 AM

Who can access the data? The DeZIM Research Data Centre (DeZIM.fdz) provides secure access to research data from DeZIM and broader DeZIM research community. Eligible users include research associates at research institutions.

@dezim-institut.deSep 23, 2026, 7:27 AM

About: 🔸population survey on integration progress & housing arrangements of Ukrainian refugees 🔸focuses on multiple integration domains (social, psychological, linguistic, economic, political,navigational) 🔸investigates the role of private hosting in shaping refugees’ integration outcomes

@dezim-institut.deSep 23, 2026, 7:27 AM

📣Exploring new #research opportunities and need reliable #data?

Based on data from UnterkunftUkraine, this dataset explores how private hosting arrangements shape the integration experiences of Ukrainian refugees in Germany.

Apply here ➡️ doi.org/10.34882/dez...

@dezim-institut.deSep 22, 2026, 9:19 AM

Der Anteil migrantischer Wähler*innen unterscheidet sich stark zwischen den beiden Bundesländern. Laut Mikrozensus 2025 beträgt der Anteil der Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund in Berlin 17,1 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 4 Prozent.

@dezim-institut.deSep 22, 2026, 9:19 AM

Welche Bedeutung hatten migrantische Wähler*innen bei den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern? Dr. Friederike Römer, Leitung der Abteilung Konsens und Konflikt, betont: Menschen mit Migrationshintergrund sind keine homogene Gruppe.

@dezim-institut.deSep 21, 2026, 12:31 PM

Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

In #Berlin wurde die Linke stärkste Kraft mit 25,7%, in #MVP gewann die AfD mit 38,2% die meisten Stimmen gefolgt von der SPD mit 35,5%.

@narekisi.bsky.social ordnet die Ergebnisse in den beiden Bundesländern ein.

Zitat Dr. Cihan Sinanoglu: 
Die Wahlergebnisse zeigen zwei sehr unterschiedliche Formen politischer Mobilisierung. Während die AfD in Mecklenburg-Vorpommern stark hinzugewinnt, gelingt es der Linken in Berlin, insbesondere junge Menschen und bisherige Nichtwähler*innen zu mobilisieren. Das widerspricht der Vorstellung, gesell-schaftliche Unzufriedenheit führe zwangsläufig zu einem Rechtsruck. Gleichzeitig stellt sich 
die Frage, was der starke Zuspruch für 
migrationsfeindliche und rassistische 
Positionen mit dem gesell-
schaftlichen Klima  macht – und 
welche konkreten Folgen das für 
Menschen hat, die von 
Rassismus betroffen sind.
@dezim-institut.deSep 17, 2026, 8:20 AM

Diese Angriffe markierten den Auftakt einer Welle rechter Gewalt – mit den Pogromen in Rostock-Lichtenhagen (1992), den Brandanschlägen von Mölln (1992) und Solingen (1993). Die damalige Politik reagierte mit Verschärfungen des Asylrechts – anstatt konsequent gegen rechte Gewalt vorzugehen.

„Asylkompromiss" 1993

Am 26. Mai 1993 beschloss der damalige Bundestag eine Grundgesetzänderung. Das bisherige Grundrecht „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht" (Art. 16) blieb formal bestehen, wurde aber im neuen Artikel 16a stark eingeschränkt: 

Wer über ein EU-Land oder ein anderes Nachbarland Deutschlands einreist, hat keinen Anspruch auf Asyl und kann sofort abgewiesen werden. Das besagt die sogenannte „Drittstaatenregelung".
Geflüchtete aus „sicheren Herkunftsstaaten", Länder, in denen keine Verfolgung oder unmenschliche Behandlung droht, haben keinen Anspruch auf Asyl.
Asylbewerber*innen können an Flughäfen bis zu 19 Tage festgehalten werden, um ihren Asylantrag zu prüfen.Wirkt der „Asylkompromiss" heute noch? 

Die Grundidee von 1993 wirkt fort und Artikel 16a GG existiert unverändert. Das nationale Rechte ist jedoch vom EU-Recht und internationalen Konventionen wie der Genfer Flüchtlingskonvention überlagert.

Was aus 1993 weiterwirkt:
„Drittstaatenregelung": wird vom Dublin-System geregelt, wonach meist das EU-Ersteinreiseland für Asylgesuche zuständig ist.
„sichere Herkunftsstaaten": Die Liste besteht fort und wird erweitert.
Flughafenverfahren: weiterhin in Anwendung

Seit 2026 ersetzt die GEAS1-Reform zwar formal das Dublin-System, diese bleibt aber im Kern erhalten.
@dezim-institut.deSep 17, 2026, 8:20 AM

17. - 23. September 1991: 35 Jahre seit den Rassistischen Ausschreitungen in Hoyerswerda. Eine rechtsextreme Menge belagerte tagelang ein Wohnheim für Vertragsarbeiter*innen und eine Geflüchtetenunterkunft. Steine und Brandsätze flogen, Menschen wurden bedroht und angegriffen.

Zwischen dem 17. und 23. September 1991 kam es in Hoyerswerda in Sachsen zu pogromartigen Ausschreitungen. Neonazis und rechte Jugendliche griffen ein Wohnheim für Vertragsarbeiter*innen aus Mosambik und Vietnam sowie eine Unterkunft für Geflüchtete an. Sie warfen mit Steinen, Stahlkugeln und Molotowcocktails.

Schon am 17. September wurden vietnamesische Händler*innen von Rechtsradikalen auf dem Marktplatz attackiert. Sie flüchteten in ein Wohnheim in der Albert-Schweitzer-Straße, das kurz darauf Ziel eines wachsenden rassistischen Mobs wurde. In den folgenden Tagen standen bis zu 500 Menschen vor den Gebäuden, viele Anwohner*innen klatschten Beifall und feuerten die Angreifer an. Die Polizei griff kaum ein.Am 23. September wurden schließlich die Geflüchteten aus der Thomas-Müntzer-Straße evakuiert – unter Angriffen auf die Busse, die sie aus der Stadt brachten. Rechtsextreme feierten Hoyerswerda als „ausländerfrei“. Die Evakuierung gilt bis heute als Kapitulation des Staates vor rassistischer Gewalt.

Hoyerswerda markierte den Beginn einer Welle rechter Gewalt im wiedervereinigten Deutschland. Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen folgten, Anschläge, die bis heute im kollektiven Gedächtnis stehen. 

Statt die Betroffenen zu schützen und entschlossen gegen rechte Gewalt vorzugehen, reagierte die Politik 1993 mit dem sogenannten „Asylkompromiss"  , der das Grundrecht auf Asyl massiv einschränkte und damit rassistischen Forderungen entgegenkam.
@dezim-institut.deSep 16, 2026, 7:55 AM

Jina Mahsa Amini ist für viele zum Symbol des Widerstands geworden. Aber „Jin, Jiyan, Azadî“ findet seinen Ursprung weit vor Aminis Tod. Dr. @rosaburc.bsky.social, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Abteilung Konsens und Konflikt, ordnet die Geschichte des feministischen Rufs ein.

@dezim-institut.deSep 16, 2026, 7:55 AM

Aminis gewaltsamer Tod wurde zum Auslöser monatelanger Proteste im Iran. Weltweit – auch in DE – organisierten Menschen Solidaritätsdemos. Hunderttausende gingen unter dem Ruf „Jin, Jiyan, Azadî / Frau, Leben, Freiheit“ auf die Straßen.

@dezim-institut.deSep 16, 2026, 7:55 AM

Heute vor vier Jahren, am 16. September 2022, starb die 22-jährige Jina Mahsa Amini nach ihrer Festnahme durch die iranische Sittenpolizei. Ihr wurde vorgeworfen, ihr Kopftuch nicht „ordnungsgemäß“ getragen zu haben. Im Polizeigewahrsam fiel sie ins Koma und starb wenig später im Krankenhaus.

@dezim-institut.deSep 9, 2026, 10:05 AM

@mzesunimannheim.bsky.social @bimhumboldtuni.bsky.social @unidue.bsky.social @uni-muenster.de

@dezim-institut.deSep 9, 2026, 10:02 AM

ℹ️ Die Ergebnisse sind im Rahmen des Projekts „Nicht gesehen, nicht gesprochen, nicht gehört. Politische Responsivität und intersektionale Ungleichheit (NIG)“ der DeZIM Forschungsgemeinschaft entstanden.

@dezim-institut.deSep 9, 2026, 10:02 AM

Den Befragten wird ein fiktives Szenario vorgestellt: „Sie befinden sich mit Bundeskanzler Friedrich Merz in einem Aufzug.“ In dieser unmittelbaren, persönlichen Form politischer Kommunikation zeigen sich 3 Kommunikationsstrategien: Rückzug, Konfrontation und Vermittlung.

@dezim-institut.deSep 9, 2026, 10:02 AM

Du stehst im Aufzug mit dem Bundeskanzler. Wie reagierst Du? Die DeZIM Studie von Katharina Kowalski & @susipickel.bsky.social untersucht anhand 7 Fokusgruppeninterviews die politische Responsivität in der Wahrnehmung von Menschen mit Migrationsgeschichte.

➡️ www.dezim-institut.de/publikatione...

Die Teilnehmenden der Studie wurden gefragt: 

Was würden Sie Bundeskanzler Friedrich Merz sagen, wenn Sie alleine mit ihm im Aufzug stehen würden?

Dabei konnten drei Kommunikationsstrategien identifiziert werden: Vermittlung, Konfrontation und Rückzug. 

Diese Kommunikationstypen sind variabel und passen sich sowohl inhaltlichen Schwerpunktsetzungen als auch der Gruppendynamik an. 

Jeder einzelne Typ verfolgt in der Aufzugsituation jeweils eine eigene kommunikative Strategie, mit denen unterschiedliche Ziele erreicht werden sollen.Kommunikationstyp: Vermittlung

würde dem Bundeskanzler die eigene Lebensrealitäten schildern und persönliche Betroffenheit darlegen

bezieht sich auf die moralische und gesellschaftliche Relevanz

will individuelle Erfahrungen sichtbar machen und gesellschaftliche Problemlagen erläutern – mitunter aus der Perspektive des eigenen Alltags

Ziel: den Bundeskanzler zum Nachdenken über seine Aussage anregen oder einen Perspektivwechsel initiierenKommunikationstyp: Konfrontation

bewusst zugespitzte und kritische Gesprächs-führung

möchte herausfinden, ob sich der Bundeskanzler der gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen seiner Entscheidungen und öffentlichen Aussagen bewusst ist

Ziel: Rechenschaft einfordern, Verantwortungs-übernahme und TransparenzKommunikationstyp: Rückzug

Zwei Unterschiedliche Strategien:

physischer Rückzug: Nicht Einsteigen oder Aussteigen
emotionaler Rückzug: Schweigen oder Zurückhalten

Gefühle der Bedrohung und des Eingeschüchtertseins

Ausdruck von Resignation, Ohnmacht, Distanz und fehlender Ansprechbarkeit, nicht Desinteresse
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