CeMAS bündelt interdisziplinäre Expertise zu Desinformation, Rechtsextremismus, Antisemitismus & Verschwörungsideologien.
Impressum: https://cemas.io/impressum/

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CeMAS bündelt interdisziplinäre Expertise zu Desinformation, Rechtsextremismus, Antisemitismus & Verschwörungsideologien.
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Mit diesem Einflussversuch demonstrierte die USA, dass sich bei einer Debatte über Einflussnahme ausländischer Staaten auf Europa durchaus die Interventionen der US-Administrationen auseinandergesetzt werden muss – und eine Standhaftigkeit der EU hierfür elementar ist.
Der Einfluss der US-Administration war auf der Konferenz spürbar: Der Rückzug von Unterstützer:innen war so kurzfristig, dass Banner überklebt werden mussten. Das kritisierte Panel fand dennoch statt – mit bereichernden Diskussionen und Erkenntnissen.
Mit solchen Maßnahmen greift die US-Administration in die offene europäische Forschungsdebatte ein – und beschränkt damit einen Meinungsaustausch, welchen sie selbst durch zivilgesellschaftliche Organisationen und den europäischen DSA vermeintlich bedroht sieht.
Die US-Regierung ließ über diplomatische Kanäle Druck auf die Sponsoren der Konferenz ausüben, damit diese ihre Unterstützung zurückziehen. Kanada, Litauen und der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) distanzierten sich vom Event. Das französische Außenministerium hielt an seiner Unterstützung fest.
Hintergrund dieser Fragestellung war offenbar, dass die US-Administration Einfluss auf verschiedene Sponsoren der Konferenz nahm und zum Rückzug der Unterstützung drängte. Ausschlaggebend sei ein Panel gewesen, welches eine mögliche illegitime Einflussversuche der USA diskutieren wollte.
Im Vorfeld der Konferenz wurden Teilnehmende von einem Journalisten aus dem Trump-nahen MAGA-Umfeld zur Teilnahme und Konferenzinhalten angefragt – tendenziöse Fragen suggerierten, dass die Teilnahme staatlich finanziert sei und die Konferenz die USA in ein schlechtes Licht rücken solle.
Die diesjährige #disinfo2026 des @disinfo.eu – einer der wichtigsten internationalen Fachkonferenzen zur Forschung über Desinformation – wurde überschattet von Einflussversuchen der USA gegen Konferenzinhalte, Unterstützung und Speaker:innen.
Heute jährt sich der rechtsextreme Terroranschlag von Halle zum siebten Mal. An Jom Kippur 2019 versuchte der Täter, in die Synagoge der Stadt einzudringen, um dort ein Massaker an Jüdinnen:Juden zu verüben. Als ihm das nicht gelang, tötete er auf der Flucht zwei Menschen, derer wir heute gedenken.
Der Anschlag von Halle und Wiedersdorf am 9. Oktober 2019 war die Tat eines Einzelnen, eingebettet in rechtsextreme Netzkultur, ideologische Traditionen und gesellschaftliche Verhältnisse. #SayTheirNames #Halle #Gedenken #9Oktober2019 #HalleGedenken #Erinnerung #OFEKBeratung #RIASLSA #🧵
Antisemitische Propaganda und Desinformation fluten die Plattformen: CeMAS-Researcherin Lisa Jacobs betont im Gespräch mit hr2, dass Antisemitismus online häufig nicht explizit, sondern codiert geäußert wird und damit schwerer zu identifizieren ist. Das Interview gibt es ab 43:43 zum Nachhören.
Das Hamas-Massaker vom 7. Oktober und der darauffolgende Krieg in Nahost sind in den sozialen Medien dauerpräsent. Während Telegram von Terroristen gezielt zur Verbreitung von Aufnahmen des Überfalls genutzt wurde, kursieren etwa auf TikTok stark emotionalisierende, teils gefälschte Inhalte.
Nach dem 7. Oktober 2023 folgte weltweit eine Welle des Antisemitismus statt Solidarität mit den Opfern. Wir erinnern heute an die Menschen, die an diesem Tag vor drei Jahren oder in Geiselhaft ihr Leben verloren haben, und sind in Gedanken bei ihren Angehörigen und den Überlebenden.
Laut „Lagebild 2026“ der Jüdischen Gemeinden verschärft diese anhaltende Bedrohungslage das Unsicherheitsgefühl von Jüdinnen:Juden. Dies hat tiefgreifende Auswirkungen auf Alltag, Verhalten und psychische Stabilität und führt letztlich dazu, dass jüdisches Leben in Deutschland weniger sichtbar ist.
Eine neue Studie zu den Folgen des 7. Oktobers für Jüdinnen:Juden zeigt, dass diese in sämtlichen Lebensbereichen Antisemitismus ausgesetzt sind, etwa bei der Arbeit, Arztbesuchen oder im Nahverkehr. Kinder und Jugendliche sind vor allem im Bildungsbereich von antisemitischen Übergriffen betroffen.
Ein Bericht für sieben Länder, in denen 90 % der jüdischen Diaspora leben, dokumentiert für das Jahr 2025 insgesamt 23.000 antisemitische Vorfälle, 136 % mehr als vor dem 7. Oktober. 20 Menschen wurden 2025 bei antisemitischen Angriffen in diesen Ländern getötet; so viele wie seit 1994 nicht mehr.
Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sind dabei nicht Ursache für Antisemitismus, sondern fungieren vielmehr als Katalysator für israelbezogenen Antisemitismus, der häufig als vermeintliche Kritik an israelischer Politik getarnt wird.
Auch an den Universitäten konnte weltweit ein Anstieg antisemitischer Vorfälle verzeichnet werden. Hochschulgruppen verbreiten teilweise etwa Social-Media-Beiträge, in denen das Hamas-Massaker zum legitimen Widerstand gegen Unterdrückung umgedeutet wird.
Jedes Jahr mobilisieren vor allem antiimperialistische, linke Akteur:innen zum Jahrestag des Terrorangriffs auf Israel zu antiisraelischen Demonstrationen, überwiegend im digitalen Raum. Dabei nutzen sie immer wieder Symbole, die in direkter Verbindung mit dem Überfall auf Israel stehen.
Der israelbezogene Antisemitismus ist mit 5.902 Vorfällen die am häufigsten dokumentierte Erscheinungsform. Auch auf Demonstrationen ist diese Form dominant: Von 1.744 dokumentierten Versammlungen mit antisemitischen Vorkommnissen ließen sich 89 % dem israelbezogenen Antisemitismus zuordnen.
Seit diesem Terrorangriff auf die israelische Bevölkerung und dem darauffolgenden Krieg im Nahen Osten kam es zu einem weltweiten Anstieg antisemitischer Vorfälle. In Deutschland dokumentierte RIAS für das Jahr 2025 8.725 Vorfälle. Das schließt an das hohe Niveau des Vorjahres (8.627 Vorfälle) an.
Heute vor drei Jahren, am 7. Oktober 2023, überfiel die Terrororganisation Hamas Israel und ermordete mehr als 1.200 Menschen. 251 Geiseln wurden in den Gazastreifen verschleppt, 133 von ihnen wurden getötet. Erst nach 738 Tagen kamen die letzten lebenden Geiseln frei.